Ibn Ezra (1089 - 1165) über Aussagegrenzen:


"Die Kenntnis haben von der Wissenschaft der Astrologie und nicht eingeweiht sind in die höchste Weisheit, werden zuweilen falsche Urteile aussprechen, denn sie vermögen es nicht, allen Dingen die gebührende Beachtung zu schenken, mit denen man rechnen muss. Daher muß man erkennen, dass allgemeine Urteile die konkreten außer Kraft setzen."

Ibn Ezra: "Wenn er Jude ist, auch wenn sein Geburtsbild determinieren sollte, dass er König wird, so wirst du nicht entsprechend urteilen." Ibn Ezra schrieb zur Zeit antijüdischer Progrome seitens fundamentalistischer Almoraviden und Almohaden im heutigen Spanien. Es war schlechterdings ausgeschlossen, dass ein Jude König wurde.
"Dennoch wird man urteilen können, dass er ein großer Mann sein wird, der dem König nahe steht."

"Wenn die große Konjunktion anzeigt, dass eine bestimmte Stadt Krieg erleiden wird und in ihr viele Menschen leben, deren Horoskop nicht anzeigt, dass sie im Krieg fallen werden: wenn alle sterben, wenn der Krieg über die Stadt kommt, so liegt es daran, dass das allgemeine Urteil der Konjunktion dem konkreten Urteil widerspricht."

Astrologische Konstellationen können so günstig sein, wie sie wollen und dennoch kann es glatter Wahnsinn sein ein größeres Unternehmen zu starten, wenn äußere Umstände völlig dagegen sprechen:
" Wenn jemand in seinem Horoskop sieht, dass er nicht durch Wasser sterben wird und sich im Winter und bei starkem Sturm in einem Schiff auf See macht, auch wenn Jupiter und Venus am Aszendenten stehen, kann es leicht sein, dass er Schiffbruch erleidet..."


Also: Umfeld beachten und den gesunden Menschenverstand benutzen.




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