Start arrow Psycholog. Astrologie

Frage:

Die psychologische Astrologie ist doch die beste Astrologie, oder? Schließlich ist die gegenwärtige Kultur der Höhepunkt der menschlichen Entwicklung und genauso hat sich die Astrologie fortentwickelt!

 

Antwort:

Jawohl, die moderne Astrologie hat sich fortentwickelt.

Fort von funktionierenden und praxisfesten, millionenfach erprobten Regeln.

Wer diese Regeln nicht beherrscht ist verdammt zum Schwafeln. Da werden viele Worte gemacht, ohne auf den Punkt zu kommen.

Die Ergüsse können in einschlägigen Forum nachgelesen werden. Sie enthalten keine klaren Aussagen, sind gespickt mit "vielleicht", "möglicherweise", "eventuell", "es könnte sein" und halbverstandenem Gerede über "Karma", "Reinkarnation", "Theosophie". Sie enthalten alles, nur keine konkreten Aussagen.

Da wird in einem einschlägigen Forum auf die konkrete Frage eines Menschen nach seiner beruflichen Eignung eine lange Liste von einander widersprechenden Berufen aufgezählt, alles gewürzt mit Konjunktiven, alles geschrieben in der Möglichkeitsform. Dagegen sandte eine traditional arbeitende Astrologin (unter dem Pseudonym "Scotty") lapidar ein: "Reiseleiter". Die Reaktion des Menschen, der gefragt hatte:" Toll. Habe mich im Winter beworben als Reiseleiter und gerade jetzt den Vertrag zum Unterschreiben erhalten."

Kommentar: Was für ein Zufall aber auch. Laughing

Die pychologische Astrologie.
Geschichte, Entstehung, Inhalt, Grenzen, gegenwärtige Situation, Zukunft.


Überblick
Die psychologische Astrologie (p.A.) entstand erst im vergangenen Jahrhundert. Astrologie ist jahrtausendealt. Die p.A. entstand anfangs aus Notwehr: vorzügliche Astrologen fanden sich vor dem Strafrichter wieder, weil sie ihre Kunst praktiziert hatten.


In den USA stand die hervorragende Astrologin Evangeline Adams vor dem Strafgericht: Sie kam mit einem Koffer voller Bücher ins Gericht, der Richter gab ihr die Daten eines ihr Unbekannten, sie deutete. Richter:" Frau Adams hat in allen Punkten recht. Es handelt sich um meinen Sohn. Frau Adams hat die Astrologie in den Rang einer Wissenschaft erhoben. Ich spreche sie wegen erwiesener Unschuld frei."


In England fand sich der Astrologe Alan Leo vor dem Strafrichter wieder wegen seiner Kunst.


In Deutschland gab es den"Gaukelei-" bzw. "Wahrsagerparagraphen". Mit ihm geriet in Bayern der hervorragende traditional arbeitende Astrologe Grimm, der den Leovitius im Original besaß - ein kolossales Kulturgut - bis ihn - den Leovitius - die Nazis verbrannten, in den 1920-er Jahren in Konflikt.

Resultierend aus der geistesgeschichtlichen Bewegung der "Aufklärung" hatte es der Gesetzgeber für nötig erachtet in Gesetzesform zu gießen: Man kann nicht prophezeien - genauso hatten "Wissenschaftler" kurz vor 1900 "erwiesen": Mensch werde niemals fliegen können, weil er dazu einer Apparatur bedürfe, die schwerer ist als Luft - und der Gesetzgeber beschloss " wer prophezeit kommt in das Gefängnis".

Das wollten die guten Astrologen nicht.
Sie wollten nicht in das Gefängnis kommen. (1941 in Deutschland widerfuhr es ihnen dennoch und ihre Fachbibliotheken wurden vernichtet. Ein Aderlaß, an dem die deutsche astrologische Landschaft noch immer leidet. Allerdings nutzen manche neueren "astrologischen" Richtungen im deutschsprachigen Raum diese Abschneidung von der Tradition kräftig zum eigenen Vorteil.)
Die traditionalen Astrologen damals wollten nicht ins Gefängnis, sie wollten nicht kriminalisiert werden. Also hörten sie auf öffentlich zu prophezeien.

Also benutzen sie viele alte Techniken nicht mehr, die man jahrtausendelang erfolgreich, konsistent und immer wieder mit nachprüfbarem Erfolg für Prognosen UND ZUR DEUTUNG eingesetzt hatte.
Viele "Astrologen" kannten diese alten Techniken garnicht.
Andere kannten sie, wandten sie nicht an und lehrten sie nicht öffentlich, sonst wären sie ja ins Gefängnis gekommen.

Man begann die jahrtausendealte Astrologie, die die größten Geister der Menschheit fasziniert hatte
-
Posidonius war Universalgenie und Astrologe; Hypatia von Alexandria war die erste Frau, von der wir wissen, dass sie einen beweisbaren Beitrag zur Mathematik geleistet hatte, Astronomin, Philosophin (Neopythagoräerin) und Astrologin, sie wurde erschlagen von einem christlichen Mob; Al Biruni war ein Universalgenie, er rechnete selber den Radius der Erde aus und irrte um rund 40 Kilometer, er beherrrschte unter anderem die schwierigste Sprache der Welt - Sanskrit; Kepler war Astrologe; Newton verbrachte die meiste seiner Arbeitszeit mit Astrologie, zu einem Gegner erwiderte er die berühmten Worte:"Sir, I have studied it. You not." -
zu kastrieren.

Durch die Kastration entstand eine Lücke.
Diese Lücke begann man mit "Psychologie", oder dem, was man dafür hielt, zu füllen.

Inzwischen ist seit den 1960-er Jahren eine Vielzahl von "astrologischen Schulen" entstanden. Ein Geschäftszweig ist erblüht.
Nach wie vor werden die jahrtausendealten bewährten astrologischen Methopden an manchen Orten, die von sich behaupten "astrologische Schulen" zu sein, nicht gelehrt in Deutschland.
Jede der einzelnen "astrologischen Schulen" in Deutschland will sich einen Namen machen, ist bemüht, sich als einzigartig darzustellen. Dabei wurzeln alle (mit einer einzigen Ausnahme) mir bekannten - und ich kenne viele - gegenwärtigen "astrologischen Schulen" auf dem kargen Boden der "psychologischen Astrologie", der nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamtgebiet der Astrologie ist.
Eine "astrologische Schule", die auf dem Gebiet der "psychologischen Astrologie" wegen ihrer vorgeblichen "Besonderheit" (die nur aus Einbildung besteht) ein gewisses Maß an Bekanntheit erlangt hat, steckt in einem Dilemma, falls sie andere Methoden als die von ihr gelehrten kennt:
Wenn sie diese anderen Methoden lehren würde - dazu allerdings müßte der "Lehrer" selber diese Methoden kennen - , würde sie die eigene "Schule", die nun einmal vorgibt speziell zu sein (was sie de facto nicht ist, weil sie etwas lehrt, was andere schon über 30 Jahre VOR ihrer Gründung publiziert haben) - gefährden, untergraben. Sie würde an Umsatz verlieren.

Deshalb besteht in Deutschland ein wirtschaftliches Interesse daran in der Astroszene, die Interessierten dumm zu halten, ihnen nicht alles zu sagen, was es gibt in der Astrologie.
Das wird sich ändern.

Soweit der Überblick.

Fortsetzung folgt.




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