Astrologen
Wie lernt man Astrologie - enthält Sarkasmen!

1. Der schnellste Weg:
man lernt sie nicht. Man nutzt einfach die Gelegenheit, daß sich jeder in Deutschland sofort "Astrologe" nennen darf und läßt sich von Fragenden als erstes die Abbuchungsermächtigung von ihrem Konto geben. Und man gründet eine astrologische Schule.

2. Man besucht eine astrologische Schule und verläßt sich einzig auf das dort Aufbereitete. Bei Meditationen, Aufstellungen, Fantasiereisen macht man eifrig mit, schließlich hat man bezahlt dafür und fragt nicht, "Was hat das bitte mit dem Handwerk der Astrologie zu tun?" Daß es schon sehr stark in Richtung (unverstandene) Magie geht hat hier nicht zu interessieren. Idealerweise besucht man eine deutschsprachige astrologische Schule. Man fragt vor Eintritt in die Schule nicht die Abwandlung des Satzes "Quis custodet custodies? (Wer bewacht die Wächter?)" sinngemäß also "Wo und was hat ihre Schule Astrologisches gelernt?" sondern unterschreibt sofort einen Dreijahresvertrag. Das Nichtherauskommen aus dem Vertrag nimmt man als kreative Übung die Wirkungen des Saturn zu erleben.

3. Man bucht einen Fernkurs. Keinesfalls rechnet man um was eine Seite des Kurses kostet und wieviel Seiten William Lilly, Morinus, Al-Khayyat, Al-Biruni, John Frawley, Guido Bonatti, Schwickert/Weiss, Johannes Vehlow usw. usf. man dafür bekommen würde. Keinesfalls hat man vorher den Markt erforscht: man hat nicht weltweit - Internet macht es möglich - recherchiert, was da so alles - und von wem - angeboten wird. Auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch. Ich erkläre feierlich: alles, was irgendwo auf der Welt in welcher Sprache auch immer über Hora-Astrologie = Horary = Stundenastrologie angeboten wird wurzelt in Lilly. Alles. Alles auf diesem Gebiet Angebotene ist eine Paraphrasierung (Paraphrasieren: fremde Worte in seinen eigenen Worten ausdrücken) von Lilly. Manches geht den Umweg, daß es den genialen John Frawley, der Lilly paraphrasiert seinerseits paraphrasiert. Idealerweise bucht man einen Fernkurs für schweres Geld, der tüchtig beworben wird und in dem Nichts, aber auch garnichts über das Einstiegsgebiet de Astrologie - Horary= Stundenastrologie - geschrieben steht. Einen sehr guten Fernkurs gibt es hier:
http://www.cieloeterra.it/corso1/lezione01.html Er ist Italienisch. Sehr gute Fernkurse gibt es auf Englisch. Astrologie war und ist weltumfassend und da sollte man schon in einer fremden Sprache mindestens lesen können.

4.Man beschließt sich den Großmeister William Lilly zum Modell zu nehmen. Wie lernte er?
Er lernte selbständig. Er war Selbstlernender. Autodidakt. Er beschränkte sich nicht auf irgendwas Zeitgenössisches sondern er sucht die Quellen. Lilly las die alten Meister.

5. Was man nicht zu lesen braucht: das allermeiste deutschsprachige "Astrologische" aus den letzten 60 Jahren. Verdächtig, wenn im Titel "esoterisch, spirituell, psychologisch, revidiert, humanistisch, transpersonal" auftaucht. Das kann kommen wenn man die Grundlagen beherrscht. Wenn das Fundament steht. Das Fundament steht in Büchen mit solchen Worten im Titel eben nicht.

6. Es geht beim Lernen um das Assimilieren. Das zuvor fremde Gebiet muß in das eigene Denken übernommen werden. Das kann einem nicht vorgekaut werden. Genausowenig kann man für einen anderen verdauen.
Wie assimiliert man?
Durch eigenes Denken und Fragen. Durch eigene Aktivität. Durch aktives Lesen mehrerer Bücher parallel.

7. Wenn man Glück hat findet man Leute, die die Astrologie, THE ART, lieben und nach dem Open Source Prinzip vorgehen. Wenn man Glück hat kann man sich dort von gleich zu gleich austauschen. Als das, was William Lilly sich nannte: Student of THE ART.
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