Klassische Astrologie = traditionale Astrologie

Klassische Astrologie wurde in Europa zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert praktiziert.

Astrologie entstand in Babylon und Chaldäa. Im Hellenismus und bei den alten Römern war sie sehr angesehen. Nach dem Fall des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert wurde viel von der astrologischen Wissenschaft durch die islamische Zivilisation bewahrt.

Ab dem Hochmittelalter übernahmen europäische Gelehrte von den Arabern viele Texte aus den Wissenschaften. Diese Literatur wurde übersetzt aus dem Arabischen ins Lateinische. Latein war damals das, was für uns heute Englisch ist. Die Wissenschaft der Astrologie verdankt den Arabern viel. Die Araber hatten sie bewahrt, als es in Europa dunkel war.

Traditionale Astrologie hatte die vier Bereiche:

  • Individualhoroskop
  • Stundenhoroskop
  • Zeitwahl
  • Mundanhoroskop (inklusive Wettervorhersage)

Um 1700 herum setzte sich die sogenannte "Aufklärung" mit ihrer mechanistischen Philosophie durch. Astrologie begann aus dem allgemein anerkannten Weltbild zu verschwinden.

Im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts begann eine Renaissance der klassischen Astrologie.

Heute wenden sich immer mehr Astrologen den alten Autoren zu.

 

Die klassische Astrologie ist auf konkrete äußere Ereignisse ausgerichtet.

 

Die klassischen Astrologen arbeiteten so:

 

  • bei einem Geburtshoroskop untersuchten sie zunächst die Länge des Lebens des Fragenden. Dann: Reichtum oder Armut, Zahl der Kinder, Zahl der Heiraten.
  • In der Stundenastrologie fragte zum Beispiel die Haussklavin "Wer ist der Dieb meiner Stofftücher und bekomme ich sie zurück?" oder die Verliebte wollte wissen "Wird er mich heiraten?"
  • In der Elektionsastrologie suchen die traditionalen Astrologen den güstigsten Termin für ein Projekt des Fragenden. Das kann sein eine Geschäftseröffnung, eine Heirat oder ein Studienbeginn.

 

 

Die alten Meisterastrologen - z. B. Jean Baptiste Morin (17. Jahrhundert), Guido Bonatti (13. Jahrhundert), Al Kindi (9. Jahrhundert), Firmicus Maternus (4. Jhdt.),Vettius Valens (2. Jahrhundert), Ptolomaeus  (2. Jhdt.) - werden von immer weiteren Kreisen neu entdeckt und studiert.

Anlaß dafür ist Unzufriedenheit mit den - wenn es um äußere Ereignisse geht - vagen Aussagen der psychologischen, humanistischen und transpersonalen Astrologie.

Die sogenannte revidierte Klassik - siehe Menu "Moderne Astrologie =>revidierte Klassik - verwässerte die alte Astrologie. Jetzt findet eine Gegenbewegung statt. Zurück zu den Wurzeln. Zurück zur traditionalen Astrologie.

Wobei der Witz der Sache der ist: die traditionale Astrologie steckt die verwässerte psychologische und humanistische Astrologie - was reale Ereignisse angeht - in die Tasche, und die Hamburger Schule ist sogar noch genauer und treffender als die traditionale Astrologie!

Ich frage mich in diesem Zusammenhang ob der Begründer der Hamburger Schule, Alfred Witte, und seine Mitstreiter vielleicht reinkarnierte alte Astrologen waren, die ihr altes Wissen in die Neuzeit transferierten. Meiner Ansicht nach deutet das Horoskop von Alfred Witte in diese Richtung.





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